Kompetenzzentrum für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen

Quelle: TV:SCHWERIN – Archiv – Haus der Begegnung – Hilfsangebote für Hörgeschädigte

Fachgerechte Beratung und Unterstützung von Menschen mit einer Hör- oder Sehbehinderung

Kompetenzzentrum für Menschen mit Hör- und SehbehinderungenDie Beratung und Hilfe durch die MitarbeiterInnen des Kompetenzzentrums erstreckt sich über den gesamten Lebensbereich mit dem Hintergrund, die psychosozialen Folgen der Hör- bzw. Sehbehinderungen zu minimieren. Zu dieser Beratung gehört gleichzeitig, Möglichkeiten der Förderung nach den verschiedenen sozialrechtlichen Grundlagen aufzuzeigen und Hilfestellungen bei der Durchsetzung dieser Ansprüche zu leisten.

  • Beratung zum SGB II, III, IX,
  • Hilfe beim Ausfüllen von Anträgen und Formularen
  • Beschaffung geeigneter Hilfsmittel
  • Hilfen für das Aufsuchen von Behörden und Ämtern
  • Vermittlung von Betroffenen an soziale Vereine und Verbände
  • Einzel- und Gruppenberatung zur Lösung der oftmals komplizierten sozialen Probleme (einschließlich Angehörige)

Präventions- und Aufklärungsarbeit

Das Kompetenzzentrum agiert in den Landkreisen Ludwigslust-Parchim, Nordwestmecklenburg und der Landeshauptstadt Schwerin.

Im Bereich der Kindergärten und Schulen findet die „Prävention gegen Lärm“ statt. Diese wird in allen Kindergärten und den Klassenstufen 1 bis 10 der Grund- , Förder- und Regionalschulen, Gymnasien sowie Schulen mit Integrativklassen angeboten. Inhaltlich lernen die Kinder den Aufbau und Funktion des Ohres, die Bedeutung vom Gesunden Hören, die Ursachen von Hörschädigungen und deren Auswirkungen auf Betroffene und deren Umwelt sowie die Begriffserklärung „Lärm“ und dessen schädigenden Folgen für das Gehör. Als Sensibilisierung für Hörgeschädigte und Ertaubte, dient die Einführung in die Deutsche Gebärdensprache. Hier können im Kurzen erste kleine Gebärden erlernt und ausprobiert werden. Die Prävention ist praktisch gestaltet und führt somit die Kinder u.a. durch Spiele und Übungen aktiv an die Thematik heran. Anschauungsmaterial wie beispielsweise Nachbauten von Hörgeräten, Schallpegelmessegerät oder eine Lärmampel zählen sich ergänzend dazu. Die Gesamtzeit des Programmes ist variabel. Um eine Nachhaltigkeit dieser Prävention in Schulen erzielen zu können, wird die Wanderausstellung „Krankmacher Lärm“ verliehen. Diese kann in Pausenhallen oder großen Klassenzimmern platziert werden und dient so über mehrere Tage zur Anschauung und Verinnerlichung dieser Thematik. Des Weiteren wird auf Wunsch die Lärmampel verliehen, mittels derer die Lautstärke während des Unterrichts kontrolliert werden kann. Diese eignet sich ebenfalls im Kindergartenbereich. Im Grundschulbereich sind jährlich Präventionen der Klassenstufen 2 und 4 sinnvoll. In der 2. Klasse sollte das Erstangebot stattfinden um somit nachgehend in der 4. Klassenstufe eine Wiederholung durchführen zu können.

Im Bereich der Senioren findet eine Informationsveranstaltung zur Thematik „Bin ich schon schwerhörig?“ statt. Die Teilnehmer dieser Veranstaltung erhalten einen Einblick in Aufbau und Funktion des Ohres, lernen welche Arten und Ursachen es für Hörschädigungen gibt und wie diese sich auf Betroffene und deren Umwelt auswirken können. Anhand verschiedener Nachbauten von Hörgeräten und einem Modell eines CI-Implantates, soll die Vielfältigkeit an Modellen sichtbar werden. Des Weiteren werden Hilfsmittel, die für bestehende Hörschädigungen dienlich sind, zum Anfassen und Ausprobieren ausgestellt. Die Thematisierung des Weges zum Hörgerät bildet den Schlussteil dieser Veranstaltung. Hierbei erfahren die Teilnehmer, welche Schritte sowohl bei der Beantragung als auch bei der Nutzung eines Hörgerätes wichtig sind und besonders dabei zu beachten ist.

Prävention in Kindergärten

Gesundheit für die kleinsten Ohren

Unser Zentrum leistet Präventionsarbeit gegen Lärm und für die Gesundheit der kleinsten Ohren, denn das Gehör ist eines unserer wertvollsten Sinnesorgane. Doch ein gesundes Gehör ist nicht selbstverständlich bei Kindern.

Wenn die Kleinen nicht auf ihre Eltern oder Erzieher hören, hat das in den meisten Fällen nichts mit den Ohren zu tun. In einigen aber doch! Ein bis zwei von 1.000 Neugeborenen kommen bereits mit einer schweren Hörstörung auf die Welt. Hörschädigungen sind aber nicht immer angeboren. Sie können u.a. auch in Folge einer Mumps- oder Masernerkrankung auftreten und vor allem durch Lärm entstehen. Hinzu kommt, dass Hörschäden anfangs oftmals unerkannt bleiben. In erster Linie werden dadurch die betroffenen Kinder in ihrem Alltag eingeschränkt, aber auch Erzieher und Eltern. Denn ein Kind, das nicht hört, bedeutet zunächst einmal Stress.[i] Um dem vorzubeugen, unterstützen wir Kitas bei der Prävention von Hörschäden und klären auf: Spielerisch und durch Fakten.

Ein kleiner Auszug aus unserem Präventionsangebot :

  • Besuch im Kindergarten: z.B. bei Festen, Gesundheitstagen oder an ganz normalen Betreuungstagen
  • fachliche Unterstützung bei Elternabenden
  • fachliche Unterstützung bei Informationsbedarf von Erziehern

Prävention geht also alle an. Unser Angebot wird altersgerecht und der Zielgruppe entsprechend angepasst. Es werden Medien, wie PowerPoint, Spiele, Infomaterial, CDs, DVDs, Messgeräte (z.B. Hörtestgerät) und weitere Anschauungsmaterialien genutzt. Darüber hinaus kann, bei rechtzeitiger Terminabsprache, ein Gebärdensprachdolmetscher die Veranstaltungen begleiten und über den Alltag von Gehörlosen berichten sowie grundlegende Gebärden demonstrieren.

In welchem Umfang Sie unsere kostenlose Unterstützung nutzen möchten, das entscheiden Sie selbst. Für ausführliche Informationen stehen wir Ihnen gern telefonisch, per E-Mail oder auch persönlich vor Ort, in Schwerin und den Landkreisen Ludwigslust-Parchim sowie Nordwestmecklenburg, zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Sprechzeiten:
Montag 8.00 – 16.00 Uhr
Dienstag 8.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch 8.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 8.00 – 16.00 Uhr
Freitag 8.00 – 12.00 Uhr

[i] Vgl. Deutsches Grünes Kreuz Für Gesundheit (DGK) 2013: „Hörschäden bei Kindern – Wenn Kinder nicht richtig hören können“

Prävention in Schulen

Wie bitte? Hä? Was?

Prävention in SchulenDamit diese Fragen nicht zur alltäglichen Notwendigkeit werden, leistet unser Zentrum Präventionsarbeit gegen Lärm und für die Gesundheit. Ein gesundes Gehör ist unter Kindern und Jugendlichen nämlich keine Selbstverständlichkeit. „Bei etwa jedem 8. Kind im Alter von 8 bis 14 Jahren besteht eine Hörminderung.“1 Beispielsweise werden Sicherheitshinweise für den gehörfreundlichen Gebrauch von Mp3-Player und Co meist gar nicht gelesen oder einfach nicht ernst genommen – manchmal mit schwerwiegenden Folgen: Eine Hörschädigung, die im Alltag (Schule) einschränkt.

Zudem verursacht Lärm nicht nur Hörschäden, sondern belastet den ganzen Organismus und schwächt das Konzentrationsvermögen. Um dem vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken, unterstützen wir Schulen bei Gesundheits- oder Projekttagen und gestalten mit Ihnen eine Unterrichtstunde sowie einen Hortnachmittag.
Prävention geht alle an. So können auch für Lehrer, Horterzieher und Eltern Informationsveranstaltungen organisiert werden.

Auszug aus unserem Präventionsangebot:

  • Ge- oder Mitgestaltung von Unterrichtstunden
  • Unterstützung bei Projektwochen und/oder Gesundheitstagen etc.
  • Unterstützung bei ElternabendenUnterstützung bei Lehrerversammlungen
  • Verleih der Wanderausstellung „Lärm macht krank“ und des Musik-Info-Towers (tageweise)

SVZ vom 28. April 2016Alle Angebote werden den Klassenstufen und der Zielgruppe entsprechend angepasst. Es werden Medien, wie PowerPoint, Arbeitsblätter, Plakate, CDs, DVDs, Messgeräte, Hörakustikmodelle und weitere Anschauungsmaterialien genutzt. Darüber hinaus kann bei rechtzeitiger Terminabsprache ein Gebärdensprachdolmetscher den Unterricht begleiten und über den Alltag von Gehörlosen berichten sowie grundlegende Gebärden demonstrieren. In welchem Umfang Sie unsere kostenlose Unterstüzung nutzen möchten, das entscheiden Sie selbst.
Für ausführliche Informationen stehen wir Ihnen gern telefonisch, per E-Mail oder auch persönlich vor Ort, in Schwerin und den Landkreisen Ludwigslust-Parchim sowie Nordwestmecklenburg zur Verfügung.

Sprechzeiten:
Montag 8.00 – 16.00 Uhr
Dienstag 8.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch 8.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 8.00 – 16.00 Uhr
Freitag 8.00 – 12.00 Uhr

 

Informationsveranstaltungen bei Senioren

»Wie bitte?«

Jeder von uns musste schon mal diese Frage stellen, wenn der Gegenüber nicht richtig verstan-den wurde. Einige Menschen müssen aber ständig, bei jedem Gespräch nachfragen. Das kann auf Dauer sehr anstrengend werden, und zwar für alle Beteiligten.

Mehrere Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass nicht mehr alles gehört und verstanden wird. Eine der häufigsten Formen ist die Altersschwerhörigkeit. Diese entwickelt sich meist schleichend und im Durchschnitt vergehen sieben bis zehn Jahre, ehe die Hörbeeinträchtigung wahrnehmbar ist. Wenn Sie zu diesem Thema Informationen oder Beratung wünschen, dann gestalten wir gern einen Nachmittag mit Ihnen und beantworten beispielsweise folgende Fragen:

  • Allgemeine Fragen zum Thema Hören und Hörschädigung
  • Welche Hilfsmittel gibt es für hörgeschädigte Menschen?
  • Woher bekomme ich diese Hilfsmittel, was kostet das und wer übernimmt die Kosten?
  • Wo stelle ich welche Anträge?

Gut hören zu können bedeutet Lebensqualität, nicht nur für Sie selbst, sondern auch für Ihr nahe stehendes Umfeld: Gespräche machen wieder Spaß, Behördengänge werden erleichtert, Enkel werden wieder verstanden und vieles mehr.

Für unser unabhängiges Informationsangebot nutzen wir Medien, wie z.B. Bildschirmpräsentatio-nen, Musteranträge und weiteres Anschauungsmaterial.

In welchem Umfang Sie unsere kostenlose Unterstützung nutzen möchten, das entscheiden Sie selbst. Für ausführliche Informationen stehen wir Ihnen gern telefonisch, per E-Mail oder auch per-sönlich vor Ort in Schwerin, den Landkreisen Ludwigslust-Parchim und Nordwestmecklenburg zur Verfügung. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Sprechzeiten:
Montag 8.00 – 16.00 Uhr
Dienstag 8.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch 8.00 – 16.00 Uhr
Donnerstag 8.00 – 16.00 Uhr
Freitag 8.00 – 12.00 Uhr

Umsetzung der Barrierefreiheit

Das Kompetenzzentrum engagiert sich besonders für die Belange der Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen und konnte in der letzten Zeit optimistisch feststellen, dass Barrierefreiheit nicht mehr nur mit der „Schwellenfreiheit“ für Rollstuhlfahrer gleichgesetzt wird. Trotzdem in zunehmendem Maße den Bedürfnissen der Menschen mit Sinnesbehinderungen entsprochen wird, reichen die Angebote noch nicht aus.

Informationen

Träger: Haus der Begegnung Schwerin e.V.
Perleberger Straße 22, 19063 Schwerin
Telefon: 0385 / 3000815
E-Mail: kompetenzzentrum[at]hdb-sn.de

Ansprechpartner:
Dana Pahl
Leiterin des Kompetenzzentrums für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen

Steffanie Klotzbücher

Sprechzeiten (nach telefonischer Vereinbarung)
Montag           8.00-16.00 Uhr
Dienstag         8.00-16.00 Uhr
Mittwoch        8.00-16.00 Uhr
Donnerstag   8.00-16.00 Uhr
Freitag             8.00-12.00 Uhr

In Wismar, Ludwigslust, Parchim und in Grevesmühlen finden regelmäßig einmal im Quartal Beratungen des Kompetenzzentrums für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen statt.

Sprechzeit ist jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr.


Die Arbeit des Kompetenzzentrums umfasst:

1. Die fachgerechte Beratung und Unterstützung von Menschen mit einer Hör- oder Sehbehinderung
2. Präventive Aufgaben
3. Öffentlichkeitsarbeit
4. Umsetzung der Barrierefreiheit

Gefördert durch:

  • Land Mecklenburg Vorpommern
  • Landeshauptstadt Schwerin
  • Gefördert durch Kreisverwaltungen Ludwigslust – Parchim und Nordwestmecklenburg uvm.

Angebote zur leihweisen Nutzung von Kommunikationstechnik

  • Konferenzanlage mit 10 Sprechstellen
  • Sennheiser Touren Guide 1038
  • Beschallungsanlage
  • Beamer
  • Leinwand uvm.

Beratungstermine für 2017

Grevesmühlen:
23.01.2017
24.04.2017
10.07.2017
16.10.2017
Anschrift:
Landkreis Nordwestmecklenburg
Börzower Weg 3
23936 Grevesmühlen
Raum 2301
Parchim:
31.01.2017
25.04.2017
11.07.2017
17.10.2017
Anschrift:
Landkreis Ludwigslust-Parchim
Putlitzer Straße 25
19370 Parchim
Raum 102
Ludwigslust:
26.01.2017
27.04.2017
13.07.2017
12.10.2017
Anschrift:
Landkreis Ludwigslust-Parchim
Dienststelle Ludwigslust
Garnisonsstraße 1
19288 Ludwigslust
Raum B 215
Boizenburg:
15.02.2017
21.06.2017
22.11.2017
Anschrift:
Kirchplatz 1
19258 Boizenburg
Zimmer 8
Wismar:
26.04.2017
12.07.2017
18.10.2017


Anschrift:
Rostocker Straße 76
23966 Wismar
Beratungsraum 003
(neben dem Bürgerbüro)